Stadtwald Einbeck

Die Stadt Einbeck verfügt seit Menschengedenken über eigenen Wald am Stadtrand. Vermutlich spätestens im 13. Jahrhundert kamen große Waldungen in den Besitz der Stadt. Der Wald liegt überwiegend auf dem landwirtschaftlich kaum nutzbaren Höhenrücken "Hube", der Einbeck markant überragt.

Stadt und Wald gehören seit Jahrhunderten zusammen

Dieser Stadtwald musste die Stadt mit Brennholz für Wohnen, Handwerk und Brauereien versorgen. Bauholz wurde für den Hausbau gebraucht. Auch Kalksteine und aus diesen gebrannter Mörtel für Hausfundamente und Stadtmauer kamen aus Steinbrüchen im Stadtwald. Es ist anzunehmen, dass die Einbecker im Mittelalter auch ihr Vieh in den Stadtwald trieben.

Durch den Stadtwald führte der alte Handelsweg Richtung Norden (Hannover, Braunschweig). Solange die Leineaue sumpfig war, war es für die Fuhrleute sinnvoller, über die Hube zu fahren. Stadtgrenze und Handelsweg waren mit einer Landwehr abgesichert. Beim Durchlass in das Einbecker Gebiet und den Stadtwald stand eine Warte; der Hubeturm.

Die Größe des Stadtwaldes schwankte mit der Landnutzung. Aus dem Jahr 1800 ist eine Größe von 450 Hektar überliefert. Dann kamen offene Weideflächen hinzu, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit Nadelbäumen aufgeforstet wurden. So betrug die Stadtwaldfläche um 1890 dann 560 Hektar.

Dabei blieb es im wesentlichen: Die Fläche des Einbecker Stadtwaldes umfasst heute rund 570 Hektar Land. Davon sind rund 540 Hektar Holzbodenfläche, also bewirtschafteter Wald. Der Rest sind Wiesen, Grillplatz, Märchenwald, weitere Erholungsflächen.

5 Quadratkilometer stadteigener Wald

Von der Versorgung der Stadt mit Brennstoff und Baumaterial hat sich der Schwerpunkt inzwischen auf andere Waldfunktionen verschoben. Der Stadtwald ist heute wichtiges Naherholungsgebiet für die Einwohner von Einbeck.

Stadtförster Klaus Weinreis bewirtschaftet den Wald nach den LÖWE-Kriterien (Langfristige ökologische Waldentwicklung - Link zum Löwe-Programm) der niedersächsischen Landesforsten.

Zu seiner Tätigkeit zählt auch die forstliche Bildungsarbeit und der Unterhalt von Freizeiteinrichtungen im Wald, wie Schutzhütten und Grillplatz.

Rückfragen zum Stadtwald: 
Stadtforst Einbeck
Forstamtmann Klaus Weinreis
Hubeweg 121
37574 Einbeck
Telefon: 05561-2449

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