Märchen & Wald

Volksmärchen, wie sie die Brüder Grimm vor 200 Jahren besonders in Südniedersachsen und Nordhessen als "Splitter alter Mythen" sammelten, stammen aus einer Zeit in der die Menschen ihre Naturanschauung und Lebensweisheiten in Geschichten verarbeiteten und weitergaben.

Daher spielen Teile zahlreicher Märchen im Wald, als dem geheimnisvollen und wilden Gegensatz zur menschlichen Behausung. In vielen Märchen geht die Hauptfigur in ihrer Not in den Wald, der ihr als letzter Zufluchtsort bleibt. Dort erfährt sie zauberhafte Begegnungen, die sie mit neuen Fähigkeiten versehen und ihr eine Rückkehr zu den Menschen ermöglichen.

Märchen werden hier lebendig

Zu Zeiten der Gebrüder Grimm bestanden die Wälder aus den standorttypischen Laubbaumarten, wenn auch durch Waldweide stark aufgelichtet. Mittelwaldstrukturen und knorrige Bäume waren typisch.

Wollen wir die Szenerie der Märchen nachvollziehen, müssen wir solche alten Wälder wie den Einbecker Märchenwald betrachten.

Im englischen und französischen Sprachraum heißen Märchen übrigens "Feengeschichten" (fairy tales / contes de fée). Feen und das Verzaubertwerden, werden immer in Verbindung mit der Natur, Wald bzw. Wildnis gebracht.

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